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VNC -Virtual Network Computing

VNC ist ein 'Remote Display System'. Man kann damit auf fernen Systemen arbeiten, als ob man direkt davor sitzen würde, ohne auf eine graphische Oberfläche verzichten zu müssen. Es ist frei verfügbar und steht unter der GNU Public Lizenz, ist plattformunabhängig und sehr kompakt. Es ermöglicht auch den Zugriff über einen JAVA-fähigen Browser.

Der Verbindungsaufbau zum VNC-Server ist passwortgeschützt. Es wird ein zufälliges 'Challenge Response System' verwendet, sodass das Passwort nicht mitgelesern werden kann. Die Daten selbst werden anschließend jedoch nicht verschlüsselt. Ist höhere Sicherheit erforderlich, wird die Verwendung eines SSH-Tunnels empfohlen (eine Anleitung befindet sich in der mitgelieferten Dokumentation).

Erfolgt die Verbindung über das Programm 'vncviewer', wird das Standard TCP-Port 59xx verwendet, wobei xx die Nummer des Displays ist. Im Normalfall ist das '1', sodass die Portnummer 5901 lautet. Man kann sich auch über einen normalen JAVA-fähigen Webbrowser verbinden. In diesem Fall wird das TCP-Port 58xx (also 5801 für das 1. Display) verwendet.

NAT kann problemlos durchgeführt werden. Da die Source frei verfügbar ist, kann sie für die Verwendung mit Proxies kompiliert werden. Es existiert auch ein VncProxy (siehe Dokumentation).

Richtung Proto- Port
Status
Anmerkung
Client Server koll Quelle Ziel
 
         
 
>   TCP 1024: 5900+n48
NEW, ESTABLISHED
Verbindungsaufbau von vncviewer zum VNC-Server
  < TCP 5900+n 1024:
ESTABLISHED
Serverantwort
>   TCP 1024: 5800+n49
NEW, ESTABLISHED
Verbindungsaufbau von Webbrowser per vnc-http zum Server
  < TCP 5800+n 1024:
ESTABLISHED
Serverantwort

Ist man gezwungen, eine graphische Oberfläche über eine Firewall zu führen, möchte aber X-Window aufgrund seiner Sicherheitsrisiken nicht einsetzen, bietet VNC eine bessere Alternative.


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Ernst Pisch 2003-05-17