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Windows-Browser

Der Windows-Browser oder Computer-Suchdienst ermöglicht es einem Benutzer an einem Windowsrechner aus einer Liste von Computern auszuwählen, um anschließend eine Verbindung dorthin herzustellen. Es ist völlig normal, dass in den Listen Rechner vorkommen, die nicht erreichbar sind oder umgekehrt Verbindungen zu Rechnern hergestellt werden können, die gar nicht angezeigt werden. Das kommt daher, dass es immer einige Zeit braucht, bis Browser-Server von Änderungen im Netz erfahren. In der Praxis ist es dann oft so, dass die Änderungen im Netz sich rascher ändern als Zeit benötigt würde um die Daten zu aktualisieren.

Browser-Server erhalten die Informationen von Maschinen, die sich beim Hochfahren bei der Domäne oder Arbeitsgruppe anmelden. Jeder Rechner, der Browserdienste unterstützt, kann 'Master-Browser' im Netz werden. Wer es letztendlich wird, hängt vom Betriebssystemtyp und von der Uptime (die Zeit, die ein System bereits läuft) ab. Alle Rechner, die einen Dienst haben, der im Browser sichtbar sein soll, senden alle 12 Minuten eine Benachrichtigung an die jeweilige Gruppe.

Der Windows-Browser verwendet den NetBT-Namensdienst auf Port 137 (sowohl TCP, als auch UDP), den NetBT-Datagrammdienst auf UDP-Port 138 und den NetBT-Sessiondienst auf TCP-Port 139. Das lässt erahnen, wie komplex der Windows-Browser ist. Da Vieles mittels Broadcast passiert, sind Proxies praktisch nicht einsetzbar. Auch NAT kann nicht verwendet werden. Ein Betrieb über eine Firewall sollte nicht durchgeführt werden.


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Ernst Pisch 2003-05-17